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| Spielen-warum? | Empfehlungsliste | Linktipps |
Spielen - was und warum ?
Immer wieder werden wir gefragt, welche Kinder- oder Lernspiele wir für Kinder der 1. und 2. Klassen empfehlen können. Dabei zielt die Fragestellung meist auf die spielerische Einübung von Lerninhalten.
Zweifellos können sogenannte "Lernspiele" im schulischen Lernprozess sehr unterstützend sein, um bestimmte Inhalte, wie beispielsweise das Einmaleins oder Laute und Buchstaben, spielerisch zu festigen.
Viel bedeutsamer beim "Spielen" ist aber eigentlich etwas ganz anderes: nämlich zusammen mit Mama oder Papa, Oma oder Opa, Geschwistern oder Freunden oder sogar allen gleichzeitig etwas zu erleben, Spaß zu haben und die Zeit gemeinsam zu verbringen.
Nebenbei bietet das gemeinsam Spielen auch viele Möglichkeiten, miteinander zu sprechen - ein ideales Erprobungs- und Übungsfeld gerade für Schülerinnen und Schüler unserer Schule!
Kinderspiele sollten also in erster Linie Spaß machen und (aus unserer Sicht) möglichst kommunikativ sein. Die Kinder erweitern dabei nicht nur spielerisch ihre sprachlichen und kognitiven Fähigkeiten sondern auch ihre Persönlichkeitsentwicklung, Konzentrationsfähigkeit und v.a. ihre Sozialkompetenz im Umgang mit Toleranz, Regeln, Sieg und Niederlage.
Bewährtes ...
Für eine gemeinsames Spielerlebnis eignen sich durchaus die teilweise etwas angestaubten Brettspiel-Oldies aus der Familienspielsammlung, bei denen eine Anzahl Spielfiguren durch Würfeln 'nach Hause' gebracht werden müssen oder auch altbekannte Kartenspiele wie Quartett, Schwarzer Peter oder "Mau-Mau".
Auch echte Brettspiel-Klassiker wie Schach, Dame oder Mühle haben ihren Reiz und können selbst jüngere Spieler in ihren Bann ziehen und zu kommunikativen Regel-Diskussionen verleiten. Hier werden v.a. logisches und vorauschauendes Denken herausgefordert.
.... und Neues:
Im Bereich der Gesellschaftsspiele hat sich in den letzten Jahren aber sehr viel getan. Vor allem Kinder- und Familienspiele sind heute um einiges ansprechender, abwechslungsreicher und auch anspruchsvoller - es ist eben nicht mehr nur das Würfelglück, das über Sieg und Niederlage entscheidet.

Thematisch tauchen die Spieler in verschiedenste Welten und Rollen ein: Da werden die Mitspieler zu Zauberern, die Labyrinthe erforschen, zu Baumeistern, die Gebäude, Straßen und ganze Landstriche aufbauen, zu Zoobesitzern, die möglichst viele Besucher anlocken wollen oder auch mal zu Bauern, die ihre Felder nutzbar machen und Viehzucht betreiben.

All diese unterschiedlichen Herausforderungen und die große Themenvielfalt lassen immer mehr Familien und auch Erwachsene das Brettspielen neu entdecken - mit dem schönen Nebeneffekt: Die Familie kann sich einmal ohne sonstige Alltagsmedien wie Fernseher, PC oder Spielekonsolen an einen Tisch setzen und zusammen Spaß und Spannung, Freude und Frust spielerisch durchleben.